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Brandwunden bei Kindern stets ärztlich abklären lassen

Bei kleinen Kindern ist die Haut besonders dünn und kann leicht geschädigt werden. Bereits eine Tasse mit heißem Tee kann schwere Verbrühungen beim Kind hervorrufen. Daher sollte man Behälter mit heißen Flüssigkeiten in der Mitte des Tisches stehen lassen und auf herunterhängende Tischdecken verzichten.
Umgang mit Brandverletzungen
Wie Eltern bei einer Verbrennung des Kindes zunächst reagieren sollten, hängt von deren Schwere ab. Bei einer Verbrennung ersten Grades ist die Haut gerötet, geschwollen und schmerzt. Man sollte betroffene Partien unter fließendem Wasser bei Zimmertemperatur mindestens zehn Minuten lang kühlen. Anschließend können feuchte Umschläge helfen. Von Coolpacks aus dem Gefrierfach oder Eiswürfeln wird abgeraten, da zu große Kälte das Gewebe weiter schädigen kann.
Verbrennungen zweiten Grades führen zur Blasenbildung und stärkeren Schmerzen. Brandblasen sollte man nicht in Eigenregie öffnen, denn dadurch steigt die Infektionsgefahr. Hausmittel wie Mehl und Puder sind fehl am Platz, weil diese die Beurteilung der Wunde durch den Arzt erschweren. Auch Arzneimittel wie Brand- oder Wund- und Heilsalben sollten bei Kindern zunächst nicht angewendet werden.
Ab Grad drei spricht man von schweren Verbrennungen, bei denen das Gewebe irreversibel geschädigt ist. Hier müssten Eltern sofort den Rettungsdienst rufen.
Acht Prozent verbrannte Haut können lebensbedrohlich sein
Ein Kind kann je nach Alter bereits einen lebensbedrohlichen Kreislauf-Schock bekommen, wenn fünf Prozent des Körpers eine Verbrennung zweiten oder dritten Grades aufweisen. Die kritische Fläche ist sehr schnell erreicht. So machen bei einem Kleinkind der Arm, der obere und untere Rücken sowie Brust und Bauch jeweils neun Prozent der Körperoberfläche aus. Das Bein entspricht 14 Prozent und der Kopf 18 Prozent. Quelle: BARMER / cn